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Start Anwendungsgebiete Presshärten
Presshärten ist ein Verfahren, das in den letzten Jahren verstärkt in der Industrie Anwendung findet. Dabei wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt hauptsächlich Bauteile aus Blech mit dem Fertigungsverfahren hergestellt. Presshärten verbindet den Vorteil der Warmumformung, komplexe Tiefziehteile ohne nennenswerte Rückfederung in einem einzigen Zug herstellen zu können, mit der Möglichkeit der Festigkeitssteigerung von Stahlwerkstoffen durch Martensitbildung bis zu 1700 N/mm². Dabei wird in einem ersten Schritt das Blech in einem Durchlaufofen auf Austenitisierungstemperatur erwärmt. Anschließend wird das Halbzeug in dem Umformwerkzeug umgeformt und gleichzeitig abgeschreckt. Somit ist es möglich, hohe Umformgrade bei hohen Materialfestigkeiten zu erzielen. Durch die Abschreckung im Werkzeug kann ein starker Verzug der Bauteile vermieden werden. Die folgende Abbildung zeigt den Verfahrensablauf bei der konventionellen Blechumformung mittels Presshärten auf.

Verfahrensablauf Presshärten (Quelle: TU Hannover)

Um dieses Verfahren für rohrförmige Bauteile, zum Beispiel für die Herstellung einer Nockenwelle, anwenden zu können muss, ähnlich wie beim Innenhochdruck-Umformen, eine Gegenkraft im Inneren des Bauteils aufgebaut werden. Wasser oder Öl als mögliches Druckmedium kommt hierbei jedoch nicht mehr in Frage, da bei diesen Temperaturen eine Diffusion bzw. Verdunstung eintreten würde. Jedoch wäre Gas als Medium eine mögliche Alternative. Folgender Fertigungsprozess wird somit beim Presshärten mit rohrförmigen Bauteilen realisiert:

 
1.    Erwärmung des Halbzeuges Rohr auf Austenitisierungstemperatur
2.    Einlegen des Halbzeuges in ein vorgewärmtes Werkzeug
3.    Beaufschlagung des Rohres mit heißem Gas (bis 700 bar) und Vorformung
4.    Abkühlung des Bauteils innerhalb des Werkzeuges und somit Martensitbildung von 1500 N/mm² bis 1700 N/mm²
5.    Entnahme des Bauteils
 
Die Leichtbaupresse ist für dieses Verfahren bestens geeignet. Durch eine Kombination mit eine Druckeinheit kann der Umfomprozess exakt abgebildet werden. Durch die schnellen Schliesskräfte erfolgt weiterhin ein Prozessoptimierung, da hierbei das Bauteil länger auf die notwendige Temperatur gehalten werden kann.
 
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